Termine
- 23. Mai 2012 Keynote "Lebenswelten 2022" bei Unitex in Köln
- 24. Mai 2012 Keynote "Lebenswelten 2022" bei der Deutschen Bank in Bonn
- 05. Juni 2012 Keynote "Lebenswelten 2022" bei "Woche der Umwelt" im Bundespräsidialamt in Bonn
- 06. Juni 2012 Podiumsdiskussion bei HSH-Nordbank in Hamburg
- 12. Juni 2012 Keynote "Lebenswelten 2022" bei Dialogum in Bonn
Grußwort: Oberbürgermeister Gerd Schwandner

"Two roads diverged in a wood, and I -
I took the one less travelled by."
(Robert Frost)
Think Tanks sind mir sympathisch. Bei ihnen geht es um Ideen und Strategien jenseits von Zufälligkeiten. Oder: Um den Blick über das Hamsterrad des Alltags hinaus. Diese Weitsicht hebt sie vom üblichen Aktionismus und Opportunismus in vielen Entscheidungsprozessen ab - und sie verleiht den Bemühungen um Verbesserungen die nötige Ernsthaftigkeit.
Mir gefällt der Ansatz, dass Denkanstöße nicht zwangsweise in gängige Formen passen oder diese sogar aufbrechen müssen. Sie dürfen "unbequem" sein, sie dürfen "nerven und "stören". Negativ behaftete Begriffe? Nicht unbedingt! Denn: In unserer konsens- und sicherheitsorientierten Gesellschaft ist Dekonstruktivismus oft die einzige Möglichkeit zur Veränderung. Sie bedeutet nicht automatisch Fortschritt - doch ist die Wahrscheinlichkeit dafür bei ihr höher als bei einem konservativen "Weiter so!". Deshalb sollte man "kantige" Gedanken nicht als kontraproduktiv verstehen - sondern je nach Form und Inhalt als evolutionär oder revolutionär.
Es ist nicht so, dass wir in Oldenburg als Avantgarde vorangehen und keinen Stein auf dem anderen gelassen hätten. Jedoch haben wir im Bewerbungsprozess zur Stadt der Wissenschaft die Vision der "Übermorgenstadt" entworfen, um der strategischen Ebene mehr Raum zu geben. Unser Ansatz: Stadtentwicklung auf Basis kreativer konzeptioneller Zusammen-(Arbeit) - und nicht als zufällige Summe einzelner Teile. Der Blick dabei geht nicht nur nach morgen, sondern weiter. Und er ist auch umfassender als zuvor. Wir wissen: Der Weg in die Zukunft verläuft nicht über ausgetrampelte Pfade. Deswegen suchen wir - wie Robert Frost - diejenigen Wege, die noch unentdeckt sind, Chancen bieten und letztlich auch zu uns passen.
Ähnlich werden es auch die Teilnehmer des OpenSpace (eine tolle Idee, die gesamte Bevölkerung einzubinden!) und des Übermorgenkongresses in Oldenburg tun. Ich wünsche beiden Events alle Zutaten, die für den Erfolg von Bedeutung sind: Kreativität, Flexibilität, Konstruktivität - und ein bisschen Provokation. Angesichts des großen Teilnehmerfeldes sorge ich mich über deren Vorhandensein - auch deren Qualität -nicht. Deshalb wünsche ich ergänzend: Eine gute Zeit!
Prof. Dr. Gerd Schwandner
Oberbürgermeister Stadt Oldenburg
Grußwort: Schirmherr Minister Lutz Stratmann
Sehr geehrte Damen und Herren,
was geschieht, wenn 200 ausgewählte Innovationschefs aus Wirtschaft und Wissenschaft ihre wichtigsten Trends und Zukunftserwartungen der kommenden 10 Jahre auf einen Tisch legen? Sie zeichnen ein Bild von Deutschland im Jahr 2020, von den Lebenswelten der Menschen, den Arbeitswelten der Unternehmen und den Konsumwelten der Wirtschaft. Dieses Zukunftsszenario verrät viel über die Herausforderungen an neue Geschäftsmodelle, die Chancen für neue Märkte aber auch die gesellschaftlichen Herausforderungen und Diskussionen vor denen wir stehen.
Wie wird sich etwa der "Health&Beauty"-Trend weiter auswirken? Schon für das Jahr 2015 wird prognostiziert, dass über 50% unserer Lebensmittel "functional food" sind. Mit anderen Worten: Sie machen nicht nur satt, sondern gleichzeitig unsere Haut straffer und unser Hirn leistungsfähiger. Vor einigen Jahren hätten wir noch gesagt: Doping! Und welchen Wandel erfährt unser Bewusstsein im Trend der "Digitalisierung"? Schon 2012 können die ersten intelligenten elektronischen Assisitenten in unseren Handys wohnen, alle wesentlichen Informationen filtern und passend in unseren Alltag einspielen. Werden wir diese "digitale Idendität" als Teil unseres "Ichs" verstehen? Diese Zukunftsprognosen der Trendforscher zeigen uns auf der einen Seite interessante Geschäftsmodelle der Zukunft. Sie stellen andererseits die Grundfragen unserer Gesellschaft: Wie wollen wir leben und wie nicht?
Einen wichtigen Beitrag zu dieser Zukunftsplanung leistet seit 8 Jahren der forward2business Think Tank. Alljährlich entwerfen 200 Wissenschaftler, Unternehmer, Künstler und Politiker hier das Zukunftsszenario "Lebenswelten 2020". Es ist nur allzu konsequent, dass der "Übermorgenkongress" des Think Tanks in diesem Jahr in der "Übermorgenstadt" Oldenburg stattfindet. Ich kann mir keinen besseren Ort vorstellen als die Bühne des traditionsreichen Oldenburgischen Staatstheaters, auf der wir gemeinsam zu Zukunftsakteuren werden.
Dass zugleich auch alle Oldenburger Bürger aufgerufen sind, gemeinsam mit dem Innovations-Verantwortlichen bundesdeutscher Unternehmer in einem öffentlichen OpenSpace die Zukunft ihrer Stadt zu entwerfen, ist einmalig in der deutschen Kongresslandschaft. Hier wird Wissenschaft gelebt, so wie sie seit Jahrhunderten die Träume der Menschen aufnimmt und die Zukunft unserer Gesellschaft entstehen lässt.
Ich lade Sie herzlich ein, zum "Übermorgenkongress" in die "Stadt der Wissenschaft" Oldenburg zu kommen.
Lutz Stratmann
Minister für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen


