Dienstag, 15. Juni 2010

11.00
Uhr

Keynote Sven Gábor Jánszky, Trendforscher,

Leiter des 2b AHEAD ThinkTanks

2020...so leben wir in der Zukunft

12.30 Uhr

Business-Speed-Dating

13.00
Uhr

Mittagspause

13.30 Uhr

In der Mittagspause

3 ShowCases von Prototypen der Zukunftsprodukte im Pecha Kucha und meet the expert

14.00 Uhr

Wohnen 2020:

Leben in Augmented Realities

Weltbild 2020:

Deutschland zwischen Werte-sehnsucht und Kultur-dämmerung

Im Kontinuum zwischen Heimvernetzung und Augmented Realities entstehen die Wohnungen der Zukunft...und damit ein neuer Markt: Die DATA- ECONOMY. Viele von Ihnen werden ihr Geld damit verdienen, den Menschen ihr Alltagsleben in Datenform aufzubereiten und Servicetools zur Verfügung zu stellen. Damit entstehen effizienzgetriebene Geschäftsmodelle zur Steuerung des Alltags (BSP: Steuerung des eigenen Stromverbrauchs) und emotionsgetriebene Geschäftsmodelle zum Identitätsmanagement (BSP: Darstellung der eigenen Lebensweise gegenüber der Community).

Wie sieht die Wohnung des Jahres 2020 aus? Wie ändern sich die Lebenswelten und Kundenbedürfnisse? Wieso werden wir alle gesünder, wenn bis 2020 die gesamte Lichtgebung revolutioniert wird?

Dieses Panel debattiert die Bedürfnisse des Menschen inmitten der sich entwickelnden Technik. Denn wenn die Entwicklung der Mensch/Maschine-Schnittstellen und der künstlichen Intelligenz so weiter geht, dann werden im Jahr 2020 zu einem großen Teil Maschinen jene Entscheidungen treffen, die heute noch von Menschen getroffen werden. Wer hat die Verantwortung? Sind Maschinen bestrafbar? Wie sieht das Strafrecht des Jahres 2020 aus?

Die Historie zeigt die Entwicklung der Weltkulturen in Sinus-Zyklen. Regelmäßig neigen "späte Gesellschaften" zu einer luxuriösen Lebensweise, geprägt durch Genüsse, Wellness und die Zuwendung zu Kultur. Im Unterschied zur soldatischen Härte in frühen Gesellschaftsphasen sind späte Gesellschaften eher "verweichlicht". Sie engagieren sich nicht mehr für gemeinsame Ziele sondern zeigen Lethargie, auch in Mittel- und Unterschichten. Sehnsucht nach Gefahr und Bedürfnis nach Rettung machen sich breit...bis zur  nächsten reinigenden Krisen- und Kriegsphase.

In welcher Phase befinden wir uns? Ist unsere Gesellschaft unweigerlich auf verlorenem Posten im globalen Wettstreit gegen Chimerika? Wodurch kompensieren wir historisch nötige Krisenphasen?

Dieses Panel debattiert die Rolle Deutschlands in der Welt des Jahres 2020. Welche Rolle spielt der Standort in einer Welt mit 8, 9, oder 10 Milliarden Menschen? Welche Bedeutung haben Regionen, wenn Berlin in einer Welt der Megametropolen zur Provinzhauptstadt wird? Welche neuen Antworten finden wir im Umgang mit Alt/Jung, Mann/Frau und Christen/Muslimen? Und woran halten wir fest? Was ist die Zukunft des Normativen? Was sind die Leadbereiche unserer Wertestruktur?

16.00
Uhr

Kaffeepause

16.30
Uhr

Während der Kaffeepause:

Elevator Pitches:

5 ausgesuchte Unternehmen treten mit ihren Geschäftsideen im Elevator Pitch gegeneinander an. Jeder hat genau 2 Minuten Zeit, das Publikum von seinem Geschäftsmodell zu überzeugen. Eine Expertenjury bewertet die Pitches. Die besten werden am Abend mit dem 2b ahead Gründer Award prämiert. Kongressteilnehmer und Venture Capitalisten haben die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Die zu pitchenden Geschäftsmodelle werden durch einen bundesweiten Aufruf unter Entrepreneurinitiativen im Medienbereich gesucht und gefunden.

17.00 Uhr

Einkaufen 2020:

Der angekündigte Niedergang der Marken

Die neuen Armen 2020:

Vom "participation gap" zum "visibility gap"

Wie ändert sich das Verhalten von Kunden, wenn sie sich daran gewöhnen, dass ihr Handy ihnen sagt, welches Produkt zu ihrem Lebensstil besser passt und wo dieses am billigsten ist? Marken sind Hoffnungsträger und Sortierhilfen in der Unübersichtlichkeit der Welt. Doch Schritt für Schritt werden Kunden erkennen, dass die Sortierhilfe besser durch ihre Handys geleistet wird. Wenn diese These stimmt, könnten Herstellermarken an Relevanz verlieren, während Aggregatorenmarken an Relevanz gewinnen.

Doch welche Rolle spielen dann noch realweltliche Shops? Wie sehen die Shops der Zukunft aus? Treten emotionale Markenbindungen hinter rationale mathematische Nutzenberechnungen zurück?

Dieses Panel versucht die Frage nach dem KPI einer Marke neu zu beantworten und das Marken-Dreigestirn Unternehmen / Agenturen /  Medien für die digitale Welt neu zu ordnen.

Wo verlaufen im Jahr 2020 die sozialen Gräben? Die Schere zwischen Onlinern und Nonlinern, die wir heute als "Digital Divide" bezeichnen, droht weiter aufzugehen. Ein "participation gap" wird bereits beschrieben, also ein Graben, der Nonliner hindert, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch es könnte noch schlimmer kommen. Wenn die Onlinewelt per Augmented Reality in unseren realen Alltag einzieht, dann wird der participation gap zum "visibility gap" und Nonliner "unsichtbar".

Welche soziale Sprengkraft droht? Wo sind die Aufgaben für die staatliche Daseinsvorsorge des Jahres 2020? Welche Geschäftsmodelle liegen in der Behebung dieses "visibility gap"?

Dieses Panel debattiert, wer die neuen Armen der Gesellschaft im Jahr 2020 sein werden und wie die Gesellschaft mit ihren schwächsten 10% umgehen soll.

18.30
Uhr

Fahrt ins Hotel

20.00 Uhr

Award-Abend mit Abendprogramm:

- Vergabe des AutoVision Innovations Awards

- Vergabe des 2b AHEAD Future Awards

 

Mittwoch, 16. Juni 2010

09.00
Uhr

Kreativ-Warm-Up im World Café: Welche Technologien werden 2020 ausgestorben sein?

Ungewöhnliche Diskussionsmethoden sind eines der Markenzeichen des 2b AHEAD ThinkTanks. Im World Cafe entwickeln die Kongressteilnehmer gemeinsam einen Teil des Szenarios "Lebenswelten 2020". Aus Pferd und Kutsche wurde Auto, aus Schellackplatten wurden Vinyl, CD und MP3. Ausgestorbene Technologien säumen den Weg unserer Entwicklung und sind heute bestensfalls Liebhaberobjekte. Welche Technologien sterben als nächste aus? Was bedeutet dieser Verlust für unsere Gesellschaft?

Lassen Sie sich inspirieren und entwickeln Sie selbst einen Teil des Szenarios 2020 mit!

10.00 Uhr

Arbeiten 2020:

Patchworker in fluiden Unternehmen

Geschäftsmodelle 2020:

Das Ende der Massenwirtschaft

Aus heutiger Sicht sind es prekäre Arbeitsverhältnisse, die das Jahr 2020 prägen werden. Mit rasanter Geschwindigkeit entwickelt sich eine neue Art von Beschäftigten: Projektarbeiter, die mit Zeitverträgen von Projekt zu Projekt, von Unternehmen zu Unternehmen springen. Es sind die typischen Jobnomaden, die mit ihren Patchworkbiografien bis zu 1/3 aller Beschäftigten ausmachen werden. Fluide Unternehmen werden die hochqualifizierten Projektarbeiter gezielt anziehen und wieder abstoßen.

Gleichzeitig wachsen die Technisierung und damit der Konkurrenzkampf des biologischen Körpers mit dem Computer. Wie beherrschen unsere Körper die realen und virtuellen Umwelten 2020? Welche Verantwortung hat der Mensch für seine Arbeitsfähigkeit? Werden Bodytuning und Hirndoping zur Körperoptimierung und für "ewige Jugend" normal? Welche Auswirkungen hat das auf unsere Identität?

Dieses Panel debattiert, wie die Arbeitsplätze der Zukunft aus aussehen? Welchen Einfluss haben Augmented Realities? Welche neuen Anforderungen an Arbeitskräfte entstehen? Sind gläserne Mitarbeiter schlimm? Gibt es 2020 noch ein Arbeitsamt? Wie gehen wir mit Digital Natives in unseren Unternehmen um? Und welche neuen Geschäftsmodelle und Dienstleistungen bringt der Arbeitsmarkt der Zukunft?

Die Marktwirtschaft und bisherige Geschäftsmodelle basieren auf der Idee, eine Masse von Menschen an einem Ort zu versammeln wo sie ein überschaubares Angebot von Produkten finden. Aufgabe von Marketing ist, das einzelne Produkt aus dieser überschaubaren Masse herausstechen zu lassen. Gewinner dieses Systems sind jene, die sich gegenüber der Konkurrenz eine strategische Kontrolle über die Produktions- und Vertriebswege sichern können.

Doch dies ist altes Denken! Das Internet vernichtet die Masse, ein für alle Mal. Ganze Industrien drohen durch die Beseitigung von Informations-Asymmetrien zu verschwinden. In jenen Branchen, die eine Informationsmacht zu Geld machen, sinken die Margen. Ist das der Tod von Massenwirtschaft und Massenmedien? Und wenn ja: Was tritt an die Stelle der Massenwirtschaft?

Wenn er nicht mehr am Verkauf verdient, dann wird der Autohändler sich für die Probefahrt und das Beratergespräch bezahlen lassen. Auch die Provisionsmodelle von Maklern sind damit auf dem Prüfstand, früher oder später werden sie von Honorarmodellen abgelöst. Neue Geschäftsmodelle entstehen auch bei neuen Aggregatoren und intelligenten Filterdiensten. Sieht so die Nach-Massenwirtschaft aus?

12.00
Uhr

Mittagspause

12.30
Uhr

In der Mittagspause:

3 ShowCases von Prototypen der Zukunftprodukte im Pecha Kucha und meet the expert

13.00 Uhr

Reisen 2020:

Wie Mobilität wieder Spaß macht!

Boom Markt 2020:

Die neue Generation 60/90

Mobilität ist für viele eine der Hauptausprägungen von Freiheit und Individualität. Reisen sind die größte Belohnung und der größte Luxus des Jahres. Und doch empfinden wir Mobilität zwischen Morgenflieger, Autobahnstau und Zugverspätung inzwischen als unangenehmes Übel. Das Eco-System des Reisens hat Probleme bekommen. Wie kann Reisen im Jahr 2020 wieder mehr Spaß machen?

Natürlich werden Autos, Züge und Flieger mit Handys zusammenwachsen. Sie werden internetgesteuerte Augmented Realities bilden. Mit Anwendungen wie "Wikitude" und "Twitter 360" wird die reale Welt des Reisens virtuell mit Zusatzinformationen erweitert. Autokonzerne und Mobilitätsunternehmen werden damit unter anderem zu Plattformen für ortsbezogene Werbung. Ein Ferienflieger, ein Stau, ein ICE als Community? Welche Geschäftsmodelle werden entstehen?

Dieses Panel debattiert die Zukunft von Reisen und Mobilität in den kommenden Jahren. Gefragt sind Geschäftsmodelle, die das Eco-System des Reisens wieder mit seinen Grundgedanken der Freiheit, des Luxus und der Individualität verbinden.

Die demografische Alterung ist eine große Gefahr für unsere Gesellschaft. Stimmts? Mehr Alte und weniger Junge...Journalisten und Experten haben das Damoklesschwert der Demografie über uns aufgehängt. Doch die Horrorvision stimmt nicht! Denn die Alterung der Gesellschaft bedeutet zugleich, dass unsere Lebenserwartung pro Jahr etwa um ¼ Jahr steigt. Sie bedeutet gleichzeitig, dass sich unsere immobile Pflegephase am Lebensende nicht ausdehnt. In der Konsequenz werden Menschen 100 Jahre alt werden und bis 90 ein aktives Leben führen.

Damit entsteht eine neue, aktive Lebensphase zwischen 60-90. Wir werden uns daran gewöhnen, dass Menschen zwischen 50-60 ihr Leben nochmals neu beginnen: neues Heim, neuer Job, vielleicht sogar eine neue Beziehung...

Dieses Panel versucht jene Antworten zu geben,

die weder Politik, noch Wirtschaft oder Gesellschaft bislang gefunden haben. Wie verändert die neue Generation 60/90 die Gesellschaft? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen in den verschiedenen Branchen?

14.30
Uhr

Kaffeepause

15.30
Uhr

Abschlusspanel:

Bildung 2020 - Wie wir neu lernen müssen zu lernen.

Deutschlands wesentlicher Rohstoff im Vergleich zu Asien und Amerika ist unsere Bildung...diese These prägt fast unwidersprochen Bücher und Reden über die Zukunft des globalen Wettstreits. Aber stimmt das? Die asiatische Bildungsoffensive hat bereits begonnen und holt stark auf. Unser staatliches Bildungssystem entstammt dagegen dem Industriezeitalter, es ist nicht auf die Anforderungen der Zukunftsgesellschaft ausgerichtet. Lehrer selbst schicken ihre Kinder auf Privatschulen, und Unternehmen diskutieren darüber, unternehmenseigene Schulen zu eröffnen. Die Wahrheit ist: Noch nie haben Schüler und Lehrer in so unterschiedlichen Lebenswelten gelebt. Wir müssen Lösungen dafür finden, dass Schüler zu Lehrenden werden und Lehrer bei ihren Schülern lernen.

Aber die Wahrheit ist auch: Der aktuelle asiatische "Bildungsdrill" bringt ein "Bestätigungswissen" hervor, das darauf gerichtet ist, den Status Quo des Wissens zu bestätigen. Der europäische Kulturvorteil könnte also das "Verunsicherungswissen" sein, das im Unterschied zum "Bestätigungswissen" den Status Quo hinterfragt und neue Denkwege findet. Doch dafür muss auch bei uns anders gelernt werden! Reflexives Lernen statt Auswendig lernen? Informationen verbinden statt merken? Quellenkompetenz statt Bildungsideal?

Dieses Panel debattiert, was Lernen im Zeitalter des immer verfügbaren Wissens bedeutet? Was müssen wir 2020 lernen? Wie sieht eine adäquate Schule aus? Und welche Möglichkeiten haben Unternehmen?

17.00 Uhr

Ende des Zukunftskongresses