Mittwoch, 8. Juni 2005

17.00 Uhr

Begrüßung
Dr. phil. Karlheinz Steinmüller, Science-Fiction-Autor und Trendforscher

Eröffnungsrede "Entertainment 2015 - Visionen einer Zukunftsgesellschaft"

 

Verführungen 2015: Das Schöne und die Gesellschaft

Deutschland heute: Das Land der Taschenrechner. Ob im Büro oder zuhause, es ist die Zeit der kühlen Geiz-ist-Geil-Sparer. Geschäftsmodelle werden angepasst, Unternehmensstrukturen verschlankt. Doch wer die Geschäftsmodelle der Zukunft entwerfen will, muss Vorstellungen von Deutschland 2015 haben. wer die Zukunft vor Augen hat, kann sie gestalten. An seinem ersten Abend prognostiziert der Zukunftskongress die kommende Epoche des Schönen und Wertvollen: Sinnlichkeit und Verführung als Schlüssel für die Kaufentscheidungen der Zukunft. Doch wie sieht diese Gesellschaft aus? Und wie ihre Geschäftsmodelle? Wie leben und kaufen wir in 10 Jahren?

Dr. Gilbert Heise, Volkswagen AG 
Sehnsucht nach Individualität ohne Verlust von Funktionalität - Welche Bedeutung hat der Verlust der gesellschaftlichen Mitte für die Zukunft?

Prof. Jacqueline Otten, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Der virtuelle Laufsteg - Fashion und Design in der digitalen Welt

Dr. Thomas Nitzsche, Klinik am Rosental
Die Zukunftsideale und die Schönheit in der Gesellschaft

19.00 Uhr

Eröffnungsabend "Wettiner Nacht mit Wellenrauschen und Burgkulisse"

Donnerstag 9. Juni 2005

10.00 Uhr

Trends 2015: Von Krokodilen und Hologrammen - Wo ist die Richtung im Musikmarkt?

Kino 2015: Vom Ende der rechteckigen Leinwand - Die Binnenausstattung der digitalen Filmwelt

Aufbruchstimmung macht sich breit. Es geht wieder voran in der deutschen Musikbranche. Doch wo ist vorn? Was wollen wir nach der neuesten deutschen Welle, nach Schnappi Co. hören? Gelernt haben wir inzwischen: "Vorn ist, wo die Handyhersteller sind." Die entwickeln derzeit Handys mit Brennstoffzellen, Handys in Brillen, Handys die Barcodes scannen und Blutdruck messen, Handys die individuelle Streamingkanäle anbieten. Und sie versuchen das iPod-Monopol zu brechen. Doch Vorsicht! Nach der Krise ist vor der Krise: Wer heute noch im DVD-Markt gute Geschäfte macht, wird morgen vielleicht jammern. Was kommt, wenn die DVD geht? Welche neuen Kooperationen entstehen?

Natürlich ist das Kino der Zukunft digital. Doch was heißt das? Treffen wir uns mit fünf Freunden in Kino-Séparées, wählen aus der Karte das Menü und vom On-Demand-Server den Wunschfilm? Oder finden Blockbuster eher in der Straßenbahn statt: auf dem Nachhauseweg schnell übers Handy gestreamt? Mit der digitalen Verschmelzung von Architektur und Film entstehen neue, unerwartete "Lichtspielhäuser". Und die großen Leinwände sind auf dem Weg zu ihrer großen Vision: Projektionen inmitten der Zuschauer. Das Enterprise-Holodeck lässt grüßen. Welche digitalen Möglichkeiten entste-hen für die Kreativen? Wo sind Märkte, wo Luftblasen? Was planen die Kinos? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen zwischen Kinovisionären und Architekten?

Rupert Evans, Digimpro
Der neue Fan - vom Konsumenten zum Interpreten

Thomas Aufermann, Microsoft Deutschland GmbH
Nach dem iPod - Die Zukunft der Handymusik

Jens Schöne, Mitteldeutscher Rundfunk
Nach dem Radio - Premiere einer Interaktionsplattform für mobiles Radio

Prof. Cornelia Denz, Uni Münster
Nach der DVD - Die Epoche der Hologramme beginnt

Margo Langford, Cineclix
Reich werden mit Arthouse? Wie Video On Demand als Geschäftsmodell funktioniert

Harald Singer, ag4 mediatecture company
Die Verschmelzung von Architektur und Film

Stephan Otte, X3D Tech Jena
Die Autostereoskopie und die sphärischen Leinwände der Zukunft

 

 

13.00 Uhr

Boom 2015: Games-Business - Ein Riesenbaby wird erwachsen

Reklame 2015: Visionen der Verführung

Mit Respekt schaut die altehrwürdige Musik- und Filmindustrie auf die jungen Gamer. Was mit Sängerinnen als Spielfiguren begann, bestimmt inzwischen die Zukunft der Musik-, Film- und Handyindustrie mit. Die Marktmacht der Games-Majors läuft Hollywood den Rang ab. Vordenker sehen Gametrends als wichtige Zukunftsgröße für Fashion- und Automobilentwicklungen. Mit verlockenden Geschäftsmodellen der Zukunft. Arbeiten Games-Hersteller an eigenen Drehbüchern? Wie nutzen Künstler den Game-Boom? Wo entstehen neue Chancen für Markenartikler? Welche Visionen bieten Fashion- und Automobilkonzerne den Gamern?

Es ist öde geworden in der Werbebranche. Wir Geiz-ist-geil-Käufer haben jene Ich-bin-billiger-Schreier bekommen, die wir verdienten. Gekürzte Budgets und aufgelöste Abtei-lungen machten die Lage nicht besser. Und die nächsten Horrorszenarien sind bereits an die Wand gemalt: Digitale Fernseher und Radios über-spulen das Hauptgeschäftsmodell der Industrie: Fernseh- und Radiospots. Doch zwischen Jammerern und Illusionisten melden sich ernst zu nehmende Vordenker. Ihre Visionen für das Marketing der Zukunft: Kult statt Kommerzattitüde, virale Strategien und Neuromarketing.Wie sehen die Marketingmodelle der Zukunft aus? Wie klingt Reklame für die Sinne? Wie weit reicht der Blick in die Köpfe der Kunden? Welche Visionen haben die Medien? Welche Zukunftsmodelle bietet die Werbeindustrie an?

Rolf Duhnke, Eidos
Zielgruppenstrategien für die Erwachsenenwelt

Stefan Schulz, Universal Mobile
Kooperationsstrategien für die Mobile-Welt

Carsten Magerkurth, Fraunhofer IPSI
Entwicklerstrategien für die Spiele des kommenden Jahrzehnts

Prof. Peter Kabel, Jung von Matt next
Werbung ohne Zuschauer? - Zukunftsstrategien der Werbewirtschaft

Michael Zerr, Yello Strom, vm-people
Thomas Zorbach, vm-people
Kult gesucht - Wie wird Werbung maskottchenfähig?

Dr. Christian Hoppe, Life & Brain GmbH
Neuromarketing - Gelingt der Blick in die Konsumentenköpfe?

 

 

16.00 Uhr

Experiment 2015: Die Musikindustrie und ihre Zukunftsmodelle

Filmdemokratie 2015: Wenn der Zuschauer aktiv wird - Strategien für digitalen Film und Fernsehen

Wenn zukunftsorientierte Konzernchefs ihre Zukunftsstrategien für die kommenden Jahre bestimmen, sind sie gut beraten, den Spieltrieb ihrer Mitarbeiter zu nutzen: der Finanzchef versetzt sich in die Rolle des aggressiven Konkurrenten, der juristische Direktor spielt die unwillige Regulierungsbehörde, die PR-Chefin ist für ein paar Minuten wahlkämpfende Politikerin, der Vizepräsident mäkelt als Kunde. In bestem  Amerikanisch nennt sich diese Simulation von Geschäftsmodellen auf spielerischer Ebene "commercial war game" und gibt wichtigen Aufschluss über überraschende Denkweisen und unentdeckte Kooperationsmöglichkeiten.

Für alte Geschäftsmodelle ist es das Horrorszenario schlechthin: Der Zuschauer ist auch nicht mehr das, was er mal war! Mit Laptop und Handy sieht er Filme wann und wo er will. Per DSL holt er sich das Fernsehen aus der Telefonbuchse. Werbefrei! Mit professionellen Billigkameras und etwas Engagement dreht er selbst und überschwemmt die Festivals. Und zum Schluss will er seiner Freundin das passende Filmende auf der DVD auch noch selbst aussuchen. In den Games ginge das doch schließlich auch! Wie viele Enden haben digitale Storys? Die Renaissance der nonlinearen Erzähler oder: Definiert die Games-Ästhetik das Storytelling neu?  Was ist Kino, wenn jeder drehen kann? Welche neuen Geschäftsmodelle gibt es nach dem day-to-date-Hype? Welche neuen Geschäftsmodelle fordert selbst bestimmtes Fernsehen ohne Werbung?   

Der Zukunftskongress wagt dieses Experiment.

Geleitet von einem Spezialisten für Fantasiegeschichten werden sich die Köpfe der Musikbranche in Zukunftsszenarien führen lassen und die Zukunft ihrer Industrie vordenken.

Petra Husemann-Renner, motor.de
Dieter Gorny, VIVA
Sebastian Purps, Ericsson
Michael Schiewack, Jump/Sputnik
Uwe Schnepf, Tiscali Deutschland
Oliver Stollbrock, Rosner

Christoph Ott, Neue Filmproduktion tv
Der day-to-date-dream und die Auswirkungen auf das Kino der Zukunft

Hans-Peter Richter, Flying Eye GmbH
Cinevision2006 - Welche Geschäftsmodelle fordert das digitale Kino

Stefan Jenzowsky, Siemens Communications
Telco goes TV - Ein neues Geschäftsmodell für Fernsehen und Gaming ohne Werbung?

 

20.00 Uhr

Award-Gala