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Prof. Dr. Dr. Karlheinz Brandenburg

Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. nat. h.c. Karlheinz Brandenburg wurde 1954 in Erlangen geboren. Er studierte an der Universität in Erlangen Elektrotechnik und Mathematik und promovierte 1989 an der dortigen Technischen Fakultät.
Von 1989 bis 1990 arbeitete er bei AT&T Bell Laboratories in Murray Hill, USA. 1990 kehrte er als Akademischer Rat auf Zeit an die Universität in Erlangen zurück. Neben seiner Lehrtätigkeit beschäftigte er sich hier intensiv mit Forschungsarbeiten zu Verfahren der Audiocodierung.

1993 wechselte Prof. Dr.-Ing. Dr. rer. nat. h.c. Brandenburg als Abteilungsleiter für Audio- und Multimediatechnik zum Institut für Integrierte Schaltungen IIS der Fraunhofer-Gesellschaft nach Erlangen. Im Jahr 2000 wechselte Karlheinz Brandenburg nach Ilmenau und wurde Leiter des Fachgebiets Elektronische Medientechnik am Institut für Medientechnik an der Technischen Universität. Im Mai 2000 wurde er zum Leiter der Fraunhofer-Arbeitsgruppe ernannt, aus der am 1. Januar 2004 das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT hervorging.

Er ist Mitglied verschiedener internationaler Standardisierungsgremien sowie Fellow der Audio Engineering Society (AES) und Fellow of IEEE. Darüber hinaus ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Jenoptik AG und der France Télécom. Derzeit hält er mehr als 100 Patente. Er wurde mit zahlreichen Preisen für seine Forschungsarbeiten ausgezeichnet. So erhielt er im Jahr 2000 zusammen mit seinen Kollegen Harald Popp und Bernhard Grill den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. Im Mai 2004 wurde ihm der "IEEE Masaru Ibuka Consumer Electronic Award" für herausragende wissenschaftliche Verdienste auf dem Gebiet der Digitalen Audiocodierung überreicht. Im Dezember 2006 wurde ihm für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Eine große Ehre wurde ihm außerdem zuteil, als ihn die International Electrotechnical Commission (IEC) zu einem der 120 wichtigsten Vordenker der Elektrotechnik aller Zeiten gewählt und ihn in die "Hall of Fame" der bedeutendsten Persönlichkeiten ihrer Zunft aufgenommen hat. Im März 2007 würdigte die amerikanische Consumer Electronics Association (CEA) ihn zusammen mit Prof. Dieter Seitzer und Prof. Heinz Gerhäuser für die Entwicklung und Verbreitung des MP3 Formats. Stellvertretend für das Fraunhofer-Entwicklerteam wurden sie in die "CE Hall of Fame" aufgenommen.

Für seine herausragenden Forschungsleistungen im Bereich der der Audiocodierung erhielt er jeweils die Ehrendoktorwürde der Universitäten Koblenz-Landau sowie Lüneburg. Mit der Berufung in die "Hall of Fame der deutschen Forschung" wurde Karlheinz Brandenburg im September 2009 vom manager magazin für seinen wegweisenden Beitrag zur Weiterentwicklung des Forschungsstandorts Deutschland geehrt. Im gleichen Jahr wurde er zum Botschafter des Europäischen Jahrs der Kreativität und Innovation ernannt.